AUSSTELLUNG: MUSUBU  verbinden

 

 

Chiyoko Kumon Textil Cornelia Troesch Keramik Etsuko Hardegger-Hashimoto Tuschmalerei Margrit Rieben Acryl Bilder   
Noriko Steiner-Obata Puppen Roberto Zanello Papier Rosmarie Reber Installation Rosemarie Schumacher Raku-Keramik

 

 

7.– 16. September 2012

Mo.Di.Mi.+Sa.So.11−17h / Do.Fr. 11−19h

 

Japan Information and Cultural Center (JICC)

Engestrasse 43, 3012 Bern

Tel: 031 305 15 70 E-Mail: jicc@br.mofa.go.jp

Vernissage: Freitag, 7. September, 18.30 Uhr

Begrüssung durch Herrn Botschafter Kazuyoshi Umemoto
Querflöte: Anita Wysser

 

Sonntag, 16. September, 14.30 Uhr
Butoh-Tanz: PIAMARIA
Eine Tanzperformance inmitten der Ausstellung „Musubu“

 

 

- 結 musubu  Verbinden -
Verknüpfen von Faden und Faden
Neue Kontakte und Beziehungen aufbauen
Japanische und schweizerische Kultur gegenseitig kennenlernen und Neues machen

In Japan findet man ausgezeichnetes traditionelles Kunstgewerbe und Handarbeiten. Diese geschickten Leistungen werden auch im Ausland hoch geschätzt. Hier in der Schweiz gibt es nicht wenige Künstlerinnen und Künstler, die sich in ihrem kreativen Schaffen durch japanisches Kunstgewerbe inspirieren lassen. Die Gemeinschaftsausstellung präsentiert Werke von KünstlerInnen in der Schweiz, die sich in ihrer Arbeit mit Textil, Papier und Ton von japanischer Inspiration leiten lassen, um zu neuen eigenen Kreationen zu kommen, und von japanischen KünstlerInnen, die im gleichen Bereich arbeiten.

 

Konzept: Noriko Steiner
Tel: 032 331 38 76   E-mail:
atelierkirin@bluewin.ch
Flyer zur Ausstellung: Vorderseite / Rückseite

 

 


 

Chiyoko Kumon .........Textil   www.chiyokokumon.com

Chiyoko Kumon, geboren in Yamaguchi/Japan, studierte  bildende Kunst an der Joshibi Universität in Tokyo und lebte in Nishinomiya, Japan. Anfang der 80er Jahre, entdeckt sie die Faszination und Schönheit des alten Stoff-Kofu (gefärbte, traditionelle japanische Indigo-Ai Zome und SAKIORI (Weben mit gebrauchten alten Stoffen)). Sie wollte einen eigenen, modernen Stil in diese traditionelle Textil-Technik einbringen. Dies ist zum wichtigsten Thema ihrer Werke geworden. Sie wollte das traditionelle Image von SAKIORI, der als ein "dicker und schwerer" Stoff gilt, verändern. Von dieser Idee inspiriert, hat sie einen weichen, feinen und sogar durchsichtigen SAKIORI erschaffen, den sie mit  "(SAKU) Fabric Art" etikettiert hat. In Ihrem Buch, welches Sie im In- und Ausland mit grossem Erfolg veröffentlichte, hat sie aber auch über den traditionellen SAKIORI geschrieben. Sie ist ein kreativer Pionier im Popularisieren japanischer SAKIORI-Kunst geworden.

 


 

Cornelia Troesch.......Keramik www.corneliatroesch.ch

Seit über 30 Jahren arbeitet Cornelia Troesch als selbständige Keramikerin in Zürich. Für sie ist die japanische Handwerkskultur eine grosse Inspirationsquelle. Im Unterschied zur europäischen Töpferkultur, die sich sehr an der industriellen Herstellung orientiert, gibt es in Japan eine lebendige handwerkliche Tradition, die sich ebenbürtig neben der Industrie zeigen kann. Die Arbeiten von Cornelia Troesch bewegen sich zwischen diesen unterschiedlichen Auffassungen und Techniken, welche sie ihrem aktuellen Anliegen entsprechend einsetzt. Sie benutzt Steinzeug, Porzellan und selbstgemischte Tonsorten, die sie im Holzofen bei ca.1300° brennt.

 


 

Etsuko Hardegger-Hashimoto......Tuschmalerei

Geboren und aufgewachsen in Hyougo/Japan. In ihren 20er Jahren hat sie in Oel gemalt. Starke Farben, Formen und freier Ausdruck haben sie sehr fasziniert. Seit 1981 wohnt sie in Luzern. Nach einer langen Pause begann sie im Jahr 1998 wieder zu malen, wobei sie sich besonders von schwarzer Tusche angezogen fühlte. usche auf Japanpapier ist ein wunderbares Zusammentreffen. Durchden Besuch mehrerer Sommerwochen an der Internationale Sommerakademie Salzburg konnte sie viel lernen. "Immer von Null anfangen." Mit diesem Konzept expermentierte und entdeckte sie. Während sie sich in traditionellen Motiven (Sumie) übt, spielt sie mit Tusche und Papier. Sie möchte weiterhin die Möglichkeiten mit Tusche entdecken. Gegenwärtig malt sie auf Papier mit Papier.

 


 

Margrit Rieben...........Acryl Bilder    www.margritrieben.com

-Sounds, Schlagzeug, Elektronik, Komposition, Installation, Performance, Kunst, Medienkunst
Margrit Rieben ist ausgebildete Schlagzeugerin, hat sich jedoch schon früh zwischen den Medien und im Austausch mit diesen bewegt. Nach ihrem Master CAP (Contemprary Arts Practice) wurde ihr die bildende Kunst zunehmend wichtiger. „Zwischen ihrer gestalterischen Arbeit und ihrer Musik bestehen keine Unterschiede. Ihre Leinwände könnten auch Trommelfelle sein. Das Fallen der Blätter auf die Leinwand ist wie Musik. Sie improvisiert im Duo mit der Natur. Purer Zufall wie auch gestalterischer Wille.“(Regina Larsson, Galerie 25)
Japan und die japanische Kultur bringen etwas in ihrer Seele zum klingen.
-ihre letzte ausstellung in bern hiess: WASIST WABISABI

 


 

Noriko Steiner-Obata..........Puppen  www.atelierkirin.com

In Oita/Japan geboren. Noriko Steiner-Obata lernte in einem Kimono-Atelier in Kyoto die Anwendung traditioneller Seidenmaltechnik. Seit 1986 in der Schweiz wohnhaft, begann sie 1997 Figuren zu modellieren und nimmt seit 2002 an nationalen und internationalen Ausstellungen teil. Die Teile für Ihre Puppen fertigt sie aus Modelliermasse an und überzieht diese mit japanischer Crepe-Seide(Chirimen). Hinzu kommen handgearbeitete japanische oder exotische Stoffe und kunsthandwerkliche Gegenstände. Anfangs spielte Noriko vorallem mit Farben und Material. Mit der Zeit wurde ein friedlicher innerer Ausdruck, sowie Ruhe und Klarheit in der Haltung zum wichtigsten Merkmal ihrer Figuren.

 


 

Roberto Zanello..............Papier www.robertozanello.it

Roberto Zanellohat sich in den siebziger Jahren intensiv mit Batik auseinandergesetzt und sich auf diese Weise der asiatischen Kultur angenähert. Nach einer eingehenden Auseinandersetzung mit der japanischen Kultur  zeigte er in der Einzelausstellung von 1973 in Jvrea (Italien) eine Vielfalt von Kimonos in Batik. Mehrere Jahre galt sein Interesse der Textilkunst, mannigfaltige Installationen im Raum so wie im Freien folgten. 1985 hat Roberto Zanello seine ersten Arbeiten in handgeschöpftem Papier ausgestellt – eine weitere faszinierende Technik aus Japan, die er sich autodidaktisch in vielfältigen Experimenten angeeignet hatte. In der aktuellen Ausstellung „MUSUBU“ in Bern zeigt er seine neusten Werke aus handgeschöpftem, rezykliertem Papier, Washi und Bambus.

 


 

Rosmarie Reber.........Installation www.rosreber.ch

Eine dreimonatige Reise nach Indonesien und China war der erste Kontakt mit der fernöstlichen Welt. Es folgten erste Arbeiten aus handgesponnener und gewebter Seide. Ihr Interesse an der Textilkunst wurde an vielen Wettbewerben und Symposien geweckt. 1999 wurde Rosmarie Reber an die Internationale Textilkunstbiennale in Kyoto, Japan, eingeladen. Für die aktuelle Ausstellung „ MUSUBU“ liess sich Rosmarie Reber von den Schriftzeichen Japans inspirieren. Umgewandelt in eine eigene abstrakte Formen- und Zeichensprache, erscheinen Linien und Formen aus handgeschöpftem Papier. Diese Zeichen werden dreidimensional und ergreifen den Raum. In einer anderen Arbeitserie verändert Rosmarie Reber japanische Zeitungen. Geschriebenes wird eingewickelt und stellenweise überdeckt, die Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit wie in früheren Werken wird spürbar, neue Zeichen erscheinen.

 


 

Rosemarie Schumacher......Raku-Keramik

Seit 1999 spezialisiert sich Rosemarie Schumacher auf RAKU, nachdem sie sich während Jahren in den U.S.A., Mexico und der Schweiz mit Keramik befasst hatte. An dieser traditionellen japanischen Technik faszinieren sie die handgeformten Gefässe und das Spiel zwischen grosser Hitze und Abkühlung. Der direkte Kontakt ihrer Hände mit dem Material Ton inspiriert sie zu immer neuen Formen und Farbgebungen. Viele ihrer Gefässe eignen sich gut für IKEBANA. Diese Kunst hat sie zuerst bei Nobuko Moser und später intensiv und mit Begeisterung bei Ursula Steiner gelernt. Die Kombination der beiden Tätigkeiten ist für sie ideal und sehr befruchtend.